Medienkompetenz

28. Februar 2010 von Michael "septicus" Reimann

Ein böses Wort. Möchte man meinen. Wenn es nach manchen Eltern geht.

Worum es geht? Nunja, das ist schnell gesagt: es geht darum, dass der Umgang mit Medien jeglicher Art eine Sache ist, die es gilt, Kindern und Heranwachsenden verantwortungsvoll nahezubringen, sodass sie irgendwann – nicht allzulang, nachdem sie der Kindheit entwichen sind und als Jugendliche durch die Welt wandeln – den Umgang und Konsum der verschiedenen Medien mit zunehmendem Alter mehr und mehr eigenverantwortlich tätigen können.
Wem fällt die Aufgabe der Kindererziehung üblicherweise am Meisten zu? Nunja… da gibt es eigentlich nicht viel zu diskutieren: den Erziehungsberechtigten des jeweiligen Kindes – in aller Regel sind das dessen Eltern.

Soweit, so (fast) klar.

Und bei diesem kleinen “(fast)” liegt der Haken.

Neulich war in einem Ulmer Gymnasium (das mit dem eigenen Theater-Anbau) ein Projekttag, der sich dem Thema Medienkonsum gewidmet hat. Im Rahmen dieses Projekttages gab es eine Podiumsdiskussion, an der teilzunehmen ich ebenfalls eingeladen war. Die Einladung nahm ich gerne an und traf dann an eben diesem Tag auf der Bühne auf einen Drogenberater, einen Schüler, eine Dame, die sich mit der Suchtwirkung von Online-Rollenspielen beschäftigt, sowie eine Mutter (Akademikerin) von vier Kindern im Alter zwischen 10 und 20.

Im Rahmen dieser Diskussion kam auch die Frage danach auf, wer den Kindern und Jugendlichen Medienkompetenz zu vermitteln habe. Allein schon diese Fragestellung war für mich etwas absurd – aber aus der Sicht so mancher Beteiligter (Lehrer als Moderator) durchaus nachvollziehbar. Die Antworten der einzelnen Teilnehmer waren denn auch wie von mir erwartet – siehe oben. Allerdings: Als die Reihe an die Mutter kam, die Frage zu beantworten, war deren Aussage, dass man sich als Eltern nicht um alles Neue kümmern könne und sie gar keinen Bezug zum Internet habe, die technischen Möglichkeiten nicht kenne und sich auch nicht damit beschäftigen möchte. Nungut. Das mag ein Standpunkt sein. Von großem Verantwortungsbewusstsein in Sachen Kindererziehung zeigt das in meinen Augen nicht.

Im Nachgang der Diskussion kam es dann zu einer etwas zwang- und formloseren Weiterführung der Diskussion, in die sich auch einige der anwesenden Lehrer einbrachten. Vereinzelt kamen hierbei Aussagen wie “wir kennen uns damit auch nicht aus, und haben schon soviel zu tun, dass wir uns damit nicht auch noch zusätzlich beschäftigen können” – Naja.. kein sehr glückliches Argument (schließlich sind oder werden diese Lehrer ja evtl. auch Eltern). Man kann den Lehrern und der Schule jedoch zugute halten, dass sie das Problem erkannt hat und daran arbeitet, es mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln anzugehen (daher auch der Projekttag und weitere Informationsveranstaltungen zu dem Thema).

Übrigens:
Die abschließende Frage des offiziellen Teils befasste sich damit, dass die einzelnen Diskutanten ihre Sicht der zukünftigen Entwicklung des Internets auch aus gesellschaftlicher Sicht darlegen möchten. Besagte Mutter nahm das zum Anlass über das Internet zu schimpfen und anzumerken, dass ihr das Internet auch deshalb Angst mache, da dadurch die Gesprächskultur auch in den Familien kaputtgehen würde, da sich die Heranwachsenden bei Streitgesprächen zurückziehen und vor den PC setzen würden. Mit Verlaub: Thema verfehlt. Setzen. 6. Nicht für die Kids. Für die Mutter. Denn das hat primär nichts mit dem Internet zu tun. Das hat ganz konkret mit der Erziehung von Kindern zu tun und was man als Eltern toleriert und was nicht. Oder auch damit, dass es versäumt wurde, dem Nachwuchs schlicht Respekt im Umgang mit der Umwelt beizubringen. Im Übrigen hat jeder Computer und jeder Fernseher auch einen Knopf, an dem ihn Mama oder Papa (oder Kind) auch abschalten können.

Ganz allgemein:
Es bringt nichts, als Eltern die Verantwortung für (Teilaspekte) die Kindererziehung betreffend auf andere abzuwälzen. Auch wir als Betreiber von Team-Ulm.de erfahren solche Denkweisen immer wieder, wenn Eltern an uns herantreten (“ich dachte, sie passen auf mein Kind auf, wenn es bei Ihnen auf der Seite ist”). Solche Denkweisen sind erschreckend und zeigen von fehlender Verantwortung der betreffenden Eltern sowie von einem gänzlich falschen Verständnis vom Umgang mit Medien im Allgemeinen und dem Internet im Besonderen.

Das Internet ist genausowenig wie der Fernseher ein Baby- bzw. Kindersitter.

Daraus folgt aber auch:

PCs haben in Kinderzimmern nichts verloren.

Schon gleich gar nicht solche mit Internetanschluss. Raus damit an einen Ort in der Wohnung, an dem Eltern vorbei kommen müsssen, um immer wieder auch sich selbst zu zwingen, den Konsum des Nachwuchses wahrzunehmen.

Genausowenig ist es aber sinnvoll, Kinder komplett von den Medien zu isolieren und sie dann am 18. Geburtstag ohne Vorkenntnisse darauf loszulassen. Denn dann fällt auf einmal die dicke Watteschicht weg und der Nachwuchs garantiert auf die Nase. Daher kann es nur so funktionieren, dass Kinder und Jugendliche begleitet und im Dialog an neue Dinge und neue Medien herangeführt werden. Hierzu muss vor allem und in erster Linie das Vertrauensverhältnis von Eltern und Kinder zueinander stimmen. Und hierbei eine gesunde und tragfähige Basis aufzubauen kann nicht früh genug begonnen werden.

Und verdammt nochmal: Eltern haben sich auch an die eigene Nase zu packen und sich für den Umgang ihres Nachwuchses zu interessieren. Sich also auch soweit in die Themen und Entwicklungen einzuarbeiten, die ihre Kinder beschäftigen, dass sie diese mindestens ansatzweise verstehen und den Kindern eine helfende und anleitende Hand sein können.

Angriffe momentan im Griff — Team-Ulm wieder komplett zu erreichen

18. Februar 2010 von Andreas "Interior" Buchenscheit

Unsere Techniker haben die Angriffe momentan im Griff, sodass keine Beeinträchtigungen spürbar sind. Weitere Informationen und Änderungen werden wir hier bekannt geben. Danke an das komplette Team, das bis jetzt — und wer weiß noch wie lange — durchkämpft.

Strafverfolgung eingeschaltet

18. Februar 2010 von Andreas "Interior" Buchenscheit

Freundlicherweise fragen bei uns mittlerweile nicht nur Kollegen der Presse an, sondern auch die Strafverfolgung hat sich eingeschalten eingeschaltet. Während wieder einige tausend User problemlos surfen können, wehren wir weiterhin Mio. von gezielt manipulierten Zugriffen ab …

edit: Partizipialrechtschreibkorrektur zu spaeter Stunde ;)

Team-Ulm zum Teil wieder zu erreichen

18. Februar 2010 von Andreas "Interior" Buchenscheit

Nachdem es uns aufgrund der Vielzahl von verschiedenen Angreifern aus dem In- und Ausland nicht gelungen ist, die Störenfriede selektiv zu verbannen, mussten wir eine drastischere Maßnahme ergreifen, um das Surfen auf Team-Ulm zumindest für einen engeren Benutzerkreis wieder zu ermöglichen. Momentan wird der Zugriff auf die Plattform komplett gesperrt und man kommt nur über die 3000 wichtigsten IP-Blöcke von Providern aus der Region auf die Internetseiten. Hoffen wir mal, dass du auch zu den Glücklichen zählst …

edit:
Wer nicht wie gewohnt über www.team-ulm.de reinkommt, kann man versuchen direkt einen der 10 www-Server anzusprechen, also z.B. http://www1.team-ulm.de/CommuniX

Team-Ulm wird angegriffen

18. Februar 2010 von Andreas "Interior" Buchenscheit

Eine breit angelegte DoS-Attacke auf unsere Server macht uns gerade zu schaffen. Aufgrund des enormen Umfangs können wir die Angreifer leider nicht so einfach verbannen. Millionen Zugriffe aus Länder wie Ungarn, Holland, Rumänien, Schweden, Italien, Polen, Japan, Kanada, Estland, Dänemark, Tschechien, Kroatien, uvm. …

Team-Ulm.de ist derzeit nicht erreichbar

18. Februar 2010 von Michael "septicus" Reimann

Team-Ulm.de ist derzeit nicht erreichbar aufgrund technischer Probleme. Die Techniker arbeiten mit Hochdruck an der Lösung des Problems. Bis alles wieder läuft bitten wir um etwas Geduld.

Update:
Die Ursache für die Ausfälle ist eine DOS (Denial of Service) Attacke auf unsere Systeme. Das heisst, unsere Server werden gezielt so stark aufgerufen, dass normale Zugriffe nicht mehr durchkommen. Derzeit arbeiten unsere Techniker daran, diese Aufrufe zu filtern – was sich als nicht ganz einfach gestaltet. Sobald diese Filter entsprechend umfangreich wirken, ist Team-Ulm.de wieder erreichbar. Wie lange das dauert, kann jedoch nicht abgeschätzt werden.

Triff Team-Ulm bei der Bildungsmesse

17. Februar 2010 von Michael "septicus" Reimann

Vom 25. Februar bis zum 27. Februar findet in der Ulm Messe die 5. Ulmer Bildungsmesse statt, die alle zwei Jahre von der Stadt Ulm und der IHK Ulm veranstaltet wird. Ziel der Bildungsmesse ist es, Schülern, Eltern und Lehrern die Möglichkeiten der Ausbildung nach dem Beenden der Schule aufzuzeigen und diesen Gelegenheit zu geben, ersten Kontakt zu Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen oder Hochschulen herzustellen.

Team-Ulm.de wird ebenfalls auf der Bildungsmesse vertreten sein und Tricks und Tipps rund um die Bildungsmesse geben. Bereits vor der Bildungsmesse stehen wir für deine Fragen zur Verfügung. Stelle uns einfach und unkompliziert deine Fragen zur Berufswahl oder verschiedenen Ausbildungsberufen bzw. Studiengängen ohne Angst vor Personalchefs oder Vorstellungsgesprächen zu haben in der dafür eingerichteten Gruppe.

Bei der Bildungsmesse wirst du uns direkt vor Ort finden und mit weiteren Fragen den Bauch löchern dürfen :-)

Team-Ulm sucht junge Talente

29. Januar 2010 von Andreas "Interior" Buchenscheit

guitar

Für ein experimentelles Projekt suchen wir talentierte Team-Ulm User zwischen 16 und 30 Jahren aus den Bereichen Musik und Moderation.

Kannst du gut singen? Machst du leideschaftlich gerne Musik, ohne dass deine Zuhörer davonspringen? Hast du ein Talent für Schauspiel oder Moderation – und das vielleicht sogar vor der Kamera? Dann brauchen wir dich!

Schick uns eine Mail an talente@team-ulm.de mit einem Bild und einer persönlichen Beschreibung. Optimal wäre ein Video! Wir suchen nicht Deutschlands nächsten Superstar und wir wollen dich nicht groß rausbringen. ;-) Wir sprudeln allerdings vor neuen Ideen und wollen mit dir unsere User begeistern.

Besinnliche Festtage

24. Dezember 2009 von Michael "septicus" Reimann

Wir wünschen allen unseren Nutzern besinnliche und ruhige Festtage – Zeit zum Ausruhen vom Alltagesstres und viele freudige Begegnungen im Kreise der Familie, Verwandten, Freunde, Bekannten… .

Ein paar Neuerungen gegen Ende des Jahres

10. Dezember 2009 von Andreas "Interior" Buchenscheit

Obwohl die Techniker von Team-Ulm quasi ständig an Änderungen arbeiten, sind die wenigsten davon für die User sichtbar. Optimierungen und Erweiterungen im Hintergrund, Aufrüstung der Serverhardware usw. werden nunmal nur von Wenigen erkannt. Dabei ist es gar nicht mal so trivial, dass zu Stoßzeiten über 13.000 User zur selben Zeit die rund 20 Team-Ulm Server beschäftigen oder dass derzeit täglich rund 2 Mio. persönliche Nachrichten verschickt werden — Tendenz weiter steigend. Dennoch haben wir Zeit und Energie gefunden, auch mal wieder ein paar für unsere Besucher sichtbare Änderungen vorzunehmen, die ich hier kurz vorstellen möchte:

  • Hochkantbilder in den Fotogalerien werden größer dargestellt.
  • Team-Ulm ist vom Handy und anderen mobilen Endgeräten unter http://m.team-ulm.de erreichbar.
  • Statusmeldungen im Profil können kommentiert (und unerwünschte Kommentare selbstverständlich gelöscht) werden.
  • Auf CommuniX ist neben dem Postein- und -ausgang ein weiterer Link zu finden: Statusmeldungen. Hier bekommt ihr eine Übersicht über die aktuellen Status eurer Buddys.
  • Unter “mein Profil ändern” –> “Profil” könnt ihr ab jetzt persönliche und sensible Daten im Feld “Für meine Buddys” hinterlassen, das nur ihr und die Buddys in eurer Liste sehen.

Viel Spaß damit und vielen Dank an alle beteiligten Entwickler.


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