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Nochmal IPv6

Montag, 24. November 2008 von Stefan "Frohike" Kaufmann

Da neulich die Frage kam, ob man die IPv6-Umstellung nicht auch nochmal “fuer Frauen” erklären kann, haben Tobi und ich uns mal daran gemacht, das im Stil von commoncraft zu erklären. Ich hab zwar schon Schimpfe bekommen, weil ich viel zu schnell rede und das zu leise ist und manche das dann wohl immer noch nicht verstehen, aber ich habe momentan keine Zeit, das neu zu machen — deswegen hier mal Beta 0.1 unseres Erklärbär-Videos. Outtakes folgen :->

(Notiz an mich: Nächstes Mal Belichtung und Focus der Kamera fixieren)

IPv6 für Team-Ulm.de

Samstag, 15. November 2008 von Tobias "tobiasge" Genannt

Nun ist es soweit, auch wir sind über die nächste Generation des IP Protokolls erreichbar. IPv6, sicherlich den meisten Surfern noch nicht bekannt, ist der Nachfolger des heute im Internet verwendeten Adressierungsystems IPv4 (oder einfach IP). IPv4 verwendet 32 Bit breite Adressen zwischen 0.0.0.0 und 255.255.255.255, um einen Rechner zu adressieren; im neuen Protokoll ist eine Adressbreite von 128 Bit vorgesehen. Diese “Verbreiterung” bedeutet letztendlich eine Erhöhung der verfügbaren Internet-Adressen von 232 (= 4.294.967.296, also rund 4,3 Milliarden) auf 2128 (= 340.282.366.920.938.463.463.374.607.431.768.211.456, also rund 340 Sextillionen). Diese Schritt ist nötig, da — man glaubt es kaum, aber es ist wahr — die “alten” IPv4-Adressen langsam aber sicher zur Neige gehen.

Da unser Hoster noch keine native IPv6-Anbindung unserer Server anbietet, haben wir uns für eine Tunnel-Lösung von HE (Hurricane Electric) entschieden. Hierfür wurde einer unserer Server als IPv6-Gateway eingerichtet. Dieser baut über einen IP-Tunnel eine Verbindung zu einem der HE-Server in Frankfurt auf. Das so eingerichtete Gateway nimmt nun alle IPv6-Pakete von unseren Servern entgegen und verpackt sie in IPv4-Pakete, die nun über das “alte” IPv4-Netz nach Frankfurt zum anderen Ende des Tunnels auf einen HE-Server geleitet werden. Von diesem werden die Pakete wieder aus ihrer IPv4-Hülle befreit und über das “neue” IPv6-Netz zu ihrem Ziel gebracht. Das Ganze geschieht natürlich dann auch auf umgekehrtem Weg mit IPv6-Paketen, die unsere Server erreichen sollen.

Das klingt alles erst mal recht kompliziert, aber hier wollten wir einfach mal bei den Ersten dabei sein, die auf die Zukunft des Internets umsteigen.


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